DJE Kapital AG- TOP Bilanz

Allgemein

Schaut man sich diese im Unternehmensregister hinterlegte Bilanz an, dann kann man sicherlich von einer TOP Bilanz sprechen. Weiter so, kann man da nur sagen.

DJE Kapital AG

Pullach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

Konzernlagebericht

1 Grundlagen der DJE Kapital AG und der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe

1.1 Organisation

Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe umfasst die in Deutschland ansässige DJE Kapital AG sowie die Tochtergesellschaften DJE Investment S.A., Luxemburg, und DJE Finanz AG, Schweiz. Die Gruppe stützt sich auf gut 45 Jahre Erfahrung in der Vermögensverwaltung.

Leitungsorgan der DJE Kapital AG ist der Vorstand. Gemäß seiner Geschäftsordnung ist er für die Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie verantwortlich. Er legt zudem die aufbau- und ablauforganisatorischen Voraussetzungen für eine leistungsfähige Risikopolitik fest und schafft die Rahmenbedingungen für funktionierende Kontrollverfahren. Der Vorstand umfasst fünf Mitglieder.

Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe verwaltet Vermögenswerte privater und institutioneller Kunden im In- und Ausland. Die Anlagepolitik geht auf ein hauseigenes Analystenteam zurück, das aus einem System fundamentaler, monetärer und markttechnischer Indikatoren Kauf- und Verkaufsempfehlungen ableitet. Schwerpunkte bilden dabei aktiv gemanagte Aktien-, Misch- und Rentenmandate.

1.2 Geschäftsbereich Vermögensverwaltung

Im Rahmen der individuellen Vermögensverwaltung richtet die DJE Kapital AG ihre Anlagestrategie auf individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Risikoneigungen ihrer Kunden aus. Leistungen im Bereich der individuellen Vermögensverwaltung werden in der Zentrale in Pullach sowie in den Niederlassungen in Frankfurt am Main und in Köln erbracht. Ebenfalls im Bereich der individuellen Vermögensverwaltung tätig ist die in Zürich ansässige Tochtergesellschaft, die DJE Finanz AG, die in der Anlagepolitik über Musterportfolios von der DJE Kapital AG beraten wird.

Im Jahr 2017 startete die DJE Kapital AG unter dem Markennamen “SOLIDVEST“ eine internetbasierte Vermögensverwaltung. Unter Beibehaltung ihrer Anlageprinzipien bietet die DJE Kapital AG als erster Anbieter im deutschsprachigen Raum Online-Vermögensverwaltungsleistungen mit Direkt-Investitionen in Aktien und Anleihen an. Das Mindestvolumen liegt mit 25 TEUR bzw. 10 TEUR in Verbindung mit einem Sparplan deutlich unter den Einstiegsvolumina etablierter Vermögensverwalter.

1.3 Geschäftsbereich Investmentfonds

Im Bereich offener Investmentfonds erbringt die DJE Kapital AG die wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit dem Management und der Beratung von Investmentfonds sowie deren Vertrieb. Die Gesellschaft fungiert dabei als Fondsmanagerin und als Vertriebsstelle der Fonds der Tochtergesellschaft DJE Investment S.A. mit Sitz in Luxemburg. Die Produkte der DJE Investment S.A. kommen unter anderem im Rahmen der individuellen Vermögensverwaltung zum Einsatz. Darüber hinaus greifen zahlreiche Finanzdienstleister und Kapitalverwaltungsgesellschaften auf Leistungen der DJE Kapital AG rund um das Thema Fonds zurück.

Im Fondsbereich ist die DJE Kapital AG auf Aktien-, Renten- und Mischfonds mit breitem Anlagespektrum spezialisiert. Darüber hinaus werden auch bei Spezialthemen Research- und Portfoliomanagementleistungen der DJE Kapital AG in Anspruch genommen. Für zahlreiche externe Kapitalverwaltungsgesellschaften fungiert die DJE Kapital AG als Outsourcing-Partner im Bereich Fondsmanagement.

Die DJE Kapital AG bietet standardisierte fondsbasierte Vermögensverwaltungsleistungen an, die vor allem externen Vertriebsorganisationen zur Verfügung gestellt werden.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die intern entwickelte FMM-Datenbank Trendfinder bildet das technische Herzstück der DJE Kapital AG beim Research und im Portfoliomanagement. Die SQL-Datenbank mit dem Namen “Trendfinder“ fasst alle wesentlichen Informationen, die im Research & Portfoliomanagement auflaufen, zusammen. 2019 wurde Trendfinder um ein Bottom-Up-Scoring für sämtliche relevante Aktien erweitert. In das Scoring fließen die sechs Komponenten Strategie, Bewertung, Momentum, Analysteneinschätzungen, Unternehmensgespräche sowie Nachhaltigkeitskriterien ein.

Im Rahmen der Online-Vermögensverwaltung SOLIDVEST wurden im Berichtsjahr die Entwicklungstätigkeiten fortgesetzt. So wurden weitere Maßnahmen im Sinne der Effizienz und Skalierbarkeit vorangetrieben. Die technische Anbindung von Vertriebskooperationen wurde verbessert. Für Kunden besteht seit 2019 die Möglichkeit, Sparpläne online einzurichten.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe unterscheidet im Bereich der Kursbestimmungsfaktoren an den Finanzmärkten gemäß der FMM-Methodik zwischen fundamentalen, monetären und markttechnischen Einflüssen. Während die markttechnischen Einflüsse meist kurzfristiger Natur sind, wird die mittel- und langfristige Entwicklung wesentlich durch fundamentale und monetäre Faktoren und damit durch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Zudem sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wesentlich für die Entwicklung des liquiden Vermögens privater und institutioneller Anleger, das für Vermögensverwaltungsleistungen und Fondskäufe zur Verfügung steht.

Die Weltwirtschaft wurde 2019 durch internationale Handelskonflikte, vor allem zwischen den USA und China, belastet. Auf der anderen Seite versuchten die internationalen Notenbanken, Konjunkturrisiken durch expansive geldpolitische Maßnahmen zu mindern. So senkte beispielsweise die US-Notenbank den Leitzins in der zweiten Jahreshälfte um insgesamt 75 Basispunkte. Das Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung reduzierte sich im Rahmen unserer Erwartungen auf durchschnittlich 2,9% im Jahr 2019 gegenüber 3,6% im Jahr zuvor.

In den USA führte der Handelskonflikt zu erhöhter Zurückhaltung bei Investitionen. Zudem wurde die Dynamik durch ein sich verknappendes Arbeitskräfteangebot begrenzt. Per Saldo reduzierte sich das Wachstum der Wirtschaftsleistung auf 2,3% im Jahr 2019 gegenüber 2,9% in 2018. In China ging das Wachstum von 6,7% im Vorjahr auf 6,1% zurück. Trotz des vergleichsweise hohen Niveaus bedeutete dies die niedrigste Wachstumsdynamik der letzten drei Jahrzehnte.

Auch im Euroraum reduzierte sich vor dem Hintergrund der internationalen Handelskonflikte die Wachstumsdynamik. Zudem belastete die lange anhaltende Unsicherheit um den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs. In Deutschland litt die Exportwirtschaft unter der Abschwächung des internationalen Handels. Speziell die Automobilindustrie war zudem vielschichtigen Problemen ausgesetzt. Im Ergebnis fiel das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 0,6% nach 1,5% im Jahr zuvor.

2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im Bereich der Anleihen führte die Kombination aus zunehmenden Konjunktursorgen, der Suche nach „sicheren“ Anlageformen und expansiv ausgerichteten Notenbanken zwischenzeitlich zu Allzeit-Tiefs bei Renditen und entsprechenden Höchstkursen der Rentenindizes. Obwohl sich die Entwicklung zum Jahresende hin beruhigte, schlossen die Anleihenmärkte das Jahr 2019 überwiegend mit Kursgewinnen ab.

Die Aktienmärkte verzeichneten im Jahr 2019 fast ausnahmslos deutliche Kurgewinne. Dennoch stellten das Hin und Her im Handelskonflikt zwischen China und den USA und die damit verbundenen Kursschwankungen Portfoliomanager vor große Herausforderungen. Global legten die Aktienmärkte gemessen am Weltindex MSCI World auf US-Dollar-Basis im Verlauf des Jahres 2019 25,2%, auf Euro-Basis 27,7% zu. Der S&P 500 als Maß des US-Aktienmarktes verzeichnete auf USD-Basis ein Plus von 28,9%. Am deutschen Aktienmarkt legte der DAX um 25,5%, der MDAX um 31,1% zu.

Zusammenfassend bewegten sich die Anbieter von Leistungen in den Bereichen Vermögensverwaltung und Investmentfonds im Jahr 2019 in einem guten Finanzmarktumfeld. Entgegen der verhaltenen Entwicklung der weltweiten Realwirtschaft sorgten vor allem die Impulse der Notenbanken für Unterstützung.

Die europäische Fondsindustrie zeichnet sich unverändert durch hohen Wettbewerb unter den Anbietern und einen sich verschärfenden Preiswettbewerb aus. Die im Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) erfassten offenen Publikumsfonds erzielten im Jahr 2019 Nettomittelzuflüsse in Höhe von 1,8%. Dabei wurden Aktien- und vor allem Mischfonds verstärkt nachgefragt, während es im Bereich der offenen Publikums-Rentenfonds zu leichten Rückflüssen kam.

Auch 2019 setzte sich der vor gut zehn Jahren gestartete Trend in Richtung passiv gemanagter Produkte zu Lasten aktiver Fonds, die die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe anbietet, weltweit fort. Mit dieser Entwicklung verbunden ist ein Rückgang der durchschnittlichen Vergütungen der Branche. Im Bereich der Anleihen- und Mischfonds begrenzt zudem unverändert das Niedrigzinsumfeld die Preissetzungsspielräume der Anbieter. Auch unter den Vermögensverwaltern setzte sich der Preiswettbewerb unter den Anbietern fort.

Begleitet wird der Preisverfall in der Fondsindustrie und unter den Vermögensverwaltungen durch neue Finanztechnologien. Zunehmend drängen Anbieter automatisierter Lösungen in die Bereiche Anlagevermittlung, Abschlussvermittlung, Anlageberatung und Finanzportfolioverwaltung. Viele Marktteilnehmer nehmen dabei auf absehbare Zeit niedrige oder negative Gewinnmargen in Kauf, um ihre Marktanteile zu Lasten etablierter Anbieter auszubauen.

In Europa tätige Finanzdienstleister sind hohen und stetig steigenden rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Herausforderungen ausgesetzt. Regelungen wie die Markets in Financial Instruments Directive II (MiFID II), die Markets in Financial Instruments Regulation (MiFIR), die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), die Mindestanforderungen an die Compliance (MaComp), die Anforderungen an die IT von Banken (BAIT), die Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten (InstitutsVergV), die WpHG-Mitarbeiteranzeigenverordnung (WpHGMaAnzV), die Marktmissbrauchsverordnung (MAR), das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), das Geldwäschegesetz (GWG), die Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM), das Investmentsteuergesetz (InvStG) und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) setzen bei den Branchenakteuren entsprechende fachliche Fähigkeiten und personelle Kapazitäten voraus. Auf der anderen Seite führt die Entwicklung in der Branche zu einem verstärkten Ausleseprozess und stellt sehr hohe Markteintrittsbarrieren dar. Obwohl die Entwicklung für die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe mit deutlich erhöhtem personellen und technischen Aufwand verbunden ist, sieht sich die Gesellschaft den regulatorischen Herausforderungen gewachsen und hat sich zum Ziel gesetzt, mittelfristig über entsprechendes Wachstum Profiteur der steigenden Anforderungen zu werden.

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Entwicklung des Verwaltungs- und Beratungsvolumens

Der Geschäftserfolg der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe hängt wesentlich von der Höhe des Verwaltungs- und Beratungsvolumens der Unternehmensgruppe ab. So ist das Volumen die Basis jeglicher bestands- und erfolgsabhängigen Vergütungen der Konzerngesellschaften.

Im Berichtsjahr erhöhte sich das Verwaltungs- und Beratungsvolumen der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe um insgesamt 1,79 Mrd. EUR bzw. 15,6% auf 13,31 Mrd. EUR.[1] Sowohl im Bereich Investmentfonds als auch in der Vermögensverwaltung kam es jeweils zu deutlichen Kurssteigerungen und zu Nettomittelzuflüssen. Die in 2019 neu hinzugewonnenen Mandate sowie zahlreiche Volumensaufstockungen bei Bestandskunden sehen wir als Vertrauensbeweis in unsere Arbeit.

[1] Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten.

Verwaltungs- und Beratungsvolumen Dr. Jens Ehrhardt Gruppe

Ultimo 2019 Ultimo 2018 Delta
Investmentfonds *
DJE Investment S.A. TEUR 5.099.860 4.516.603 12,9%
Andere Kapitalverwaltungsgesellschaften TEUR 6.605.132 5.591.704 18,1%
Summe TEUR 11.704.992 10.108.307 15,8%
Vermögensverwaltung
Deutschland TEUR 1.425.598 1.252.271 13,8%
Schweiz TEUR 181.418 159.029 14,1%
Summe TEUR 1.607.016 1.411.300 13,9%
Gesamtvolumen
Investmentfonds TEUR 11.704.992 10.108.307 15,8%
Vermögensverwaltung TEUR 1.607.016 1.411.300 13,9%
Summe TEUR 13.312.008 11.519.607 15,6%

* inkl. institutionelle Beratungsmandate

Im Bereich Investmentfonds (inkl. institutionelle Beratungsmandate) erhöhte sich das Beratungs- und Verwaltungsvolumen im Jahresverlauf 2019 deutlich um 1,60 Mrd. EUR bzw. 15,8% auf 11,70 Mrd. EUR. Damit lag die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe bei der Volumenentwicklung etwas besser als der Durschnitt der im Branchenverband BVI erfassten offenen Publikumsfonds (14,6% Zuwachs) und konnte sich insbesondere unter den Anbietern mit aktivem Anlagestil gut behaupten. Nach 44,7% zum Ultimo des Jahres 2018 entfielen zum Jahresultimo 2019 43,6% des von der Unternehmensgruppe betreuten Fondsvolumens auf die Produkte der DJE Investment S.A. in Luxemburg. Hoher Nachfrage erfreute sich im Berichtsjahr erneut das Segment der Mischfonds, allen voran der DJE – Zins & Dividende.

Auch im Bereich Vermögensverwaltung gelang es, Nettomittelzuflüsse zu generieren. In Summe wurde eine Volumensteigerung um 196 Mio. EUR oder 13,9% auf 1,61 Mrd. EUR realisiert. Dabei entfällt auf die Vermögensverwaltung Deutschland ein Volumenanstieg um 173 Mio. EUR bzw. 13,8% und auf die Vermögensverwaltung Schweiz ein Volumenanstieg um umgerechnet 22 Mio. EUR bzw. 14,1%.

In den Zahlen zur Vermögensverwaltung Deutschland enthalten sind die Aktivitäten im Rahmen der Online-Vermögensverwaltung, die im Jahr 2017 unter dem Markennamen “SOLIDVEST“ gestartet wurden. Im Jahresverlauf wurden bei SOLIDVEST die Mindestanlagesumme von bisher 25.000 EUR auf 10.000 EUR in Verbindung mit einem Sparplan gesenkt. Im Berichtsjahr konnten wir in beträchtlichem Umfang Neukunden gewinnen. Daneben gelang es, aussichtsreiche Kooperationen mit Partnern im Hinblick auf eine Zuführung von Kunden zu starten.

2.3.2 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr konnte die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe in den von ihr betreuten Aktien-, Misch- und Rentenmandaten überzeugende Anlageergebnisse erzielen. Viele unserer Produkte und Dienstleistungen erzielten erneut erfreuliche Platzierungen bei nationalen und internationalen Auszeichnungen und Ratings.

Das Beratungs- und Verwaltungsvolumens und als Folge auch die bestandsabhängigen Provisionserträge sind 2019 im Rahmen unserer Planung moderat gestiegen. Die erfolgsabhängigen Provisionen fielen höher aus als in unseren Planungen angenommen. Folglich stiegen die Provisionserträge insgesamt stärker an als erwartet. Der signifikante Anstieg der Verwaltungsaufwendungen vollzog sich im Rahmen unserer Erwartungen.

Auf Konzernebene hatten wir für 2019 mit einem moderaten Rückgang beim Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit gerechnet, konnten jedoch einen leichten Anstieg verzeichnen. Aufgrund einer im Jahr 2019 erhöhten Steuerquote war der Konzernjahresüberschuss im Rahmen der Erwartungen gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig.

Die Aufwand/​Ertrags-Relation des Jahres 2019 fiel erwartungsgemäß etwas höher aus als im Vorjahr. Unabhängig davon erzielten wir auch 2019 sehr gute und im Branchenvergleich überdurchschnittliche Finanzkennzahlen.

An dieser Stelle bedanken wir uns ausdrücklich bei Ihnen, liebe Kunden und Geschäftspartner, für das in uns gesetzte Vertrauen. Ihnen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, herzlichen Dank für Ihren großen persönlichen Einsatz und die hervorragenden Leistungen im abgelaufenen Jahr. Wir freuen uns, im Jahr 2020 neue Ziele mit Ihnen zu verwirklichen.

2.4 Geschäftslage der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe

2.4.1 Ertragslage und Ergebnisentwicklung

Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,4% und belief sich damit auf 20.159 TEUR.

Entwicklung der Ertragslage Dr. Jens Ehrhardt Gruppe

2019 2018 Delta***
Zinsergebnis * TEUR -10 -50 -79,8%
Provisionserträge TEUR 91.088 86.783 5,0%
Provisionsaufwendungen TEUR 25.991 25.560 1,7%
Provisionsergebnis TEUR 65.097 61.223 6,3%
Personalaufwendungen TEUR 20.605 18.029 14,3%
Andere Verwaltungsaufwendungen ** TEUR 16.411 15.848 3,6%
Verwaltungsaufwendungen TEUR 37.016 33.877 9,3%
Saldo sonstige betriebliche Erträge/​Aufwendungen TEUR -664 -242 >100%
Bewertungsergebnis TEUR 475 8 >100%
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit TEUR 27.883 27.062 3,0%
Steuern TEUR 7.724 6.410 20,5%
Konzernjahresüberschuss TEUR 20.159 20.652 -2,4%

* inkl. laufende Erträge aus Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren

** inkl. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

*** Die Berechnung der Veränderung zwischen den Zahlen des Berichtsjahrs und des Vorjahrs erfolgt anhand der nicht gerundeten Zahlen.

Die Provisionserträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4.305 TEUR bzw. 5,0% auf 91.088 TEUR. Besonders stark, nämlich um 2.596 TEUR bzw. 75,9%, stiegen die erfolgsabhängigen Vergütungen. Dieser Anstieg ist vor allem bedingt durch den signifikanten Anstieg der Gewinnbeteiligungen in der individuellen Vermögensverwaltung der DJE Kapital AG und der DJE Finanz AG. Die bestandsabhängigen Vergütungen lagen mit 85.066 TEUR (Vorjahr: 83.340 TEUR) um 1.726 TEUR bzw. 2,1% über dem Niveau des Vorjahres, worin sich der Anstieg des durchschnittlichen Verwaltungs- und Beratungsvolumens (12,62 Mrd. EUR, Vorjahr: 12,22 Mrd. EUR) widerspiegelt. Mit 93,4% (Vorjahr: 96,0%) war der weitaus größte Teil der Provisionserträge bestandsabhängig, 6,6% (Vorjahr: 4,0%) der Vergütungen waren erfolgsabhängig. 88,4% (Vorjahr: 91,1%) der Provisionseinnahmen stellen Beratungs-, Vertriebs- und Bestandsprovisionen im Bereich Investmentfonds dar. 11,6% (Vorjahr: 8,9%) der Provisionserträge wurden im Bereich Vermögensverwaltung erwirtschaftet.

Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich um 1,7% auf 25.991 TEUR. Mit 99,9% (Vorjahr: 100,0%) waren die Provisionsaufwendungen nahezu vollständig bestandsabhängig, 0,1% (Vorjahr: 0,0%) der Aufwendungen waren erfolgsabhängig. 95,8% (Vorjahr: 95,1%) der Provisionsaufwendungen stellen Beratungs-, Vertriebs- und Bestandsprovisionen im Bereich Investmentfonds dar. 4,2% (Vorjahr: 4,9%) der Provisionsaufwendungen fielen im Bereich Vermögensverwaltung an. Das Provisionsergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,3% auf 65.097 TEUR.

Zieht man von diesem Gesamtbetrag die erfolgsabhängigen und einmaligen Honorare ab, beläuft sich das verbleibende Provisionsergebnis auf 59.107 TEUR (Vorjahr: 57.788 TEUR) und damit auf das 1,6-Fache des gesamten Verwaltungsaufwands in Höhe von 37.016 TEUR. Diese sehr günstige Relation werten wir als Indikator für die Nachhaltigkeit unserer Rentabilität.

Die gesamten Verwaltungsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 9,3% auf 37.016 TEUR. Die Personalaufwendungen (20.605 TEUR) erhöhten sich vor allem aufgrund der Ausweitung der Mitarbeiteranzahl bei der DJE Kapital AG um 14,3%. Die anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich Abschreibungen auf immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen stiegen um 3,6% auf 16.411 TEUR. Dabei nahmen die anderen Verwaltungsaufwendungen (15.245 TEUR) insbesondere aufgrund gestiegener IT/​EDV-Kosten (+350 TEUR) und Marketingkosten (+312 TEUR) bei der DJE Kapital AG gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 500 TEUR bzw. 3,4% zu, die Abschreibungen auf immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen stiegen um 63 TEUR bzw. 5,7% (Berichtsjahr: 1.166 TEUR, Vorjahr: 1.103 TEUR).

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge/​Aufwendungen verminderte sich um 422 TEUR auf -664 TEUR. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus der Bildung einer Rückstellung in Höhe von 550 TEUR für einen Schadensfall im Fondsmanagement der DJE Kapital AG für ein Fondsmandat einer konzernexternen Kapitalverwaltungsgesellschaft.

Das Bewertungsergebnis beläuft sich auf 475 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf die Zuschreibung auf ein bereits vollständig wertberichtigtes Zertifikat im Eigenbestand der DJE Investment S.A. (+437 TEUR) zurückzuführen.

Insgesamt erhöhte sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit um 821 TEUR bzw. 3,0% auf 27.883 TEUR.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Berichtsjahr auf 7.717 TEUR (Vorjahr: 6.405 TEUR). Der Anstieg um 1.313 TEUR gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem höheren zu versteuernden Einkommen bei der DJE Kapital AG.

2.4.2 Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe insgesamt gute Ertragskennzahlen. Zur internen Steuerung der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe werden folgende finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen:

Entwicklung der Ertragskennzahlen Dr. Jens Ehrhardt Gruppe

2019 2018 Delta****
Konzernjahresüberschuss TEUR 20.159 20.652 -2,4%
Eigenkapitalrendite vor Steuern * % 45,0 43,7
Umsatzrendite ** % 30,6 31,2
Aufwand/​Ertrags-Relation *** % 56,9 55,3

* Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in % des durchschnittlichen Eigenkapitals

** Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in % der Provisionserträge

*** Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen) in % des Provisionsergebnisses

**** Die Berechnung der Veränderung zwischen den Zahlen des Berichtsjahrs und des Vorjahrs erfolgt anhand der nicht gerundeten Zahlen.

2.4.3 Vermögens- und Finanzlage

2.4.3.1 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe stellt sich sehr solide dar. Die Bilanzsumme belief sich zum 31.12.2019 auf 85.788 TEUR, was einem Anstieg um 13,0% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Entwicklung der Vermögenslage Dr. Jens Ehrhardt Gruppe

2019 2018 Delta*
Barreserve TEUR 2.001 1 >100%
Forderungen an Kreditinstitute TEUR 18.157 19.623 -7,5%
Forderungen an Kunden TEUR 21.282 13.022 63,4%
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere TEUR 39 65 -39,4%
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere TEUR 17.646 19.717 -10,5%
Immaterielle Anlagewerte TEUR 1.043 1.200 -13,1%
Sachanlagen TEUR 13.704 10.515 30,3%
Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 11.190 11.111 0,7%
Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 726 655 10,8%
Bilanzsumme TEUR 85.788 75.909 13,0%

* Die Berechnung der Veränderung zwischen den Zahlen des Berichtsjahrs und des Vorjahrs erfolgt anhand der nicht gerundeten Zahlen.

Die Barreserve enthält 2.000 TEUR, die die DJE Investment S.A. in einem Bankschließfach aufbewahrt.

Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten neben täglich fälligen Bankguthaben von 15.496 TEUR (Vorjahr: 17.457 TEUR) Kündigungsgelder, Festgeldanlagen und als Mietsicherheit verpfändete Kontoguthaben von insgesamt 2.104 TEUR (Vorjahr: 2.104 TEUR). In der Höhe dieses Bilanzpostens spiegeln sich unsere komfortable Liquiditätsausstattung und die Anlage unserer hohen Liquiditätsreserven bei Kreditinstituten wider. Die übrigen Forderungsbeträge an Kreditinstitute bzw. Kunden resultieren aus Beratungs-, Verwaltungs- und Vertriebsleistungen der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe, die per Jahresultimo fakturiert wurden. In dem Anstieg der Forderungen an Kunden spiegeln die höheren bestands- und insbesondere erfolgsabhängigen Provisionsforderungen wider. Von diesen Forderungen in Höhe von insgesamt 21.839 TEUR (Vorjahr: 13.083 TEUR) zum Bilanzstichtag wurden 85,5% (Vorjahr: 96,6%) noch innerhalb der ersten drei Monate beglichen. Aufgrund der guten Bonität unserer Geschäftspartner sowie der hohen Zufriedenheit mit unseren Leistungen rechnen wir mit allenfalls geringen Forderungsausfällen.

Zum 31.12.2019 wurden Anleihen (39 TEUR) und Aktien (93 TEUR) von der DJE Kapital AG gehalten, um den Kunden der Online-Vermögensverwaltung den Erwerb von Bruchstücken zu ermöglichen.

Der Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.071 TEUR bzw. 10,5% auf 17.646 TEUR. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus dem Verkauf von Anteilen an zwei Rentenfonds der DJE Investment S.A.

Die immateriellen Anlagewerte verringerten sich um 157 TEUR bzw. 13,1% auf 1.043 TEUR.

Die Sachanlagen enthalten im Wesentlichen die zur Eigennutzung erworbenen Immobilien in Pullach und Luxemburg. Im Berichtsjahr wurde mit dem Bau eines Bürogebäudes direkt neben der Unternehmenszentrale der DJE Kapital AG begonnen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 79 TEUR bzw. 0,7% auf 11.190 TEUR.

2.4.3.2 Finanzlage

2.4.3.2.1 Kapitalstruktur

Die Passivseite der Bilanz der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe stellt sich zum 31.12.2019 wie folgt dar:

Entwicklung der Finanzlage Dr. Jens Ehrhardt Gruppe

2019 2018 Delta*
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 4.766 4.354 9,5%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden TEUR 2.473 3.080 -19,7%
Sonstige Verbindlichkeiten TEUR 2.602 1.727 50,7%
Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 35 38 -6,8%
Rückstellungen TEUR 10.870 6.898 57,6%
Fonds für allgemeine Bankrisiken TEUR 500 500 0,0%
Eigenkapital TEUR 64.541 59.312 8,8%
Bilanzsumme TEUR 85.788 75.909 13,0%
Eigenkapitalquote % 75,2 78,1

* Die Berechnung der Veränderung zwischen den Zahlen des Berichtsjahrs und des Vorjahrs erfolgt anhand der nicht gerundeten Zahlen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 4.766 TEUR stellen im Wesentlichen Provisionsansprüche institutioneller Vertriebspartner dar. Kredite von Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 2.473 TEUR resultieren überwiegend aus Vermittlungsprovisionen an Vertriebspartner der DJE Kapital AG.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.602 TEUR umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.324 TEUR (Vorjahr: 954 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 1.115 TEUR (Vorjahr: 664 TEUR).

Die Rückstellungen in Höhe von 10.870 TEUR beinhalten insbesondere Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von 4.060 TEUR (Vorjahr: 3.732 TEUR), Rückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von 2.897 TEUR (Vorjahr: 261 TEUR) sowie für Risiken aus der Fondsverwaltung in Höhe von 2.351 TEUR (Vorjahr: 2.109 TEUR).

Das bilanzielle Eigenkapital der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe erhöhte sich um 5.229 TEUR auf 64.541 TEUR. Die Ausschüttung der DJE Kapital AG an ihre Aktionäre in Höhe von 15.000 TEUR im Geschäftsjahr 2019 konnte durch den Konzernjahresüberschuss überkompensiert werden.

Mit einer Eigenkapitalquote von 75,2% per 31.12.2019 weist die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe eine äußerst solide Kapitalstruktur auf.

2.4.3.2.2 Investitionen

Die DJE Kapital AG hat im Berichtsjahr mit dem Neubau eines Bürogebäudes am Standort der Unternehmenszentrale begonnen. Der Neubau entsteht direkt neben dem bestehenden Gebäude. Damit wird der gestiegenen Mitarbeiterzahl der Gesellschaft Rechnung getragen. Das zusätzliche Bürogebäude wird Platz für rund 50 Arbeitsplätze auf einer Bruttogeschoßfläche von 1.234 qm bieten. Die Brutto-Gesamtkosten für das Objekt belaufen sich voraussichtlich auf rund 8,7 Mio. EUR. Die Kosten im Berichtsjahr beliefen sich auf 3.508 TEUR. Die Fertigstellung wird Anfang des dritten Quartals 2020 erfolgen.

In die Weiterentwicklung unserer internetbasierten Vermögensverwaltung “SOLIDVEST“ wurden im Geschäftsjahr weitere Investitionen im Umfang von 457 TEUR getätigt.

Die im Vorjahr begonnene Investition in einen Online-Zugang für die Kunden der individuellen Vermögensverwaltung wurde im Berichtsjahr fortgeführt. Das Projekt soll im Jahr 2020 abgeschlossen werden.

Die Investitionsverpflichtungen zum 31.12.2019 für alle Projekte betragen rund 4.733 TEUR und werden aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert.

2.4.3.2.3 Liquidität

Die Liquiditätssituation der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe stellt sich zum 31.12.2019 wie folgt dar:

2019 2018
Barreserve TEUR 2.001 1
Täglich fällige Kontoguthaben bei Kreditinstituten TEUR 15.496 17.457
Liquiditätsreserve (Rentenfondsanteile) TEUR 17.552 19.699

Die DJE Investment S.A. verfügt über zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 600 TEUR.

Die Gesellschaften der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe sind ihren Zahlungsverpflichtungen im Berichtsjahr nachgekommen.

2.4.3.2.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die wirtschaftliche Lage der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe sehr positiv darstellt. Sowohl die Ertragskennzahlen als auch die exzellente Eigenkapitalausstattung spiegeln die hervorragende wirtschaftliche Situation der Unternehmemsgruppe wider. Die hohe Eigenkapitalquote bildet zudem eine solide Basis für weiteres nachhaltiges Wachstum. Nicht zuletzt gewährleisten die liquiden Mittel die jederzeitige Erfüllung der laufenden Zahlungsverpflichtungen.

2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1 Mitarbeiter

In einem erfolgreichen Personalmanagement sehen wir eine wesentliche Voraussetzung, um die hohen Herausforderungen der Branche im Sinne unserer Kunden zu bewältigen. Die personellen Ressourcen der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe werden dabei nicht an kurzfristigen Entwicklungen des Marktes ausgerichtet. Vielmehr ist es unser Ziel, qualitativ hochwertige Dienstleistungen auch in dem sich häufig wandelnden Marktumfeld sicherzustellen. Obwohl 2019 in Teilbereichen der Finanzdienstleistungsbranche ein Fachkräftemangel vorherrschte, gelang es uns, in allen Bereichen die notwenigen personellen Kapazitäten zu gewährleisten.

Als wichtigen Erfolgsfaktor betrachten wir unsere Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung. Neben einem attraktiven Arbeitsumfeld und einem leistungsbezogenen Vergütungssystem bieten wir gezielte Weiterbildungsmaßnahmen an, die gern in Anspruch genommen werden. Eine ebenfalls hohe Akzeptanz findet unsere größtenteils arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge. Als Ergebnis unserer Personalarbeit war die Mitarbeiterfluktuation auch im Jahr 2019 moderat.

2.5.2 Nachhaltigkeit

Die Themen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) haben bei unseren unternehmerischen Aktivitäten hohe Bedeutung. Dabei zeichnet sich ab, dass Nachhaltigkeit und nachhaltige Investitionen in den nächsten Jahren nicht nur von Seiten der Politik und Regulatorik stärker gefordert werden. Vielmehr werden ESG-konforme Leistungen von Kunden und Interessenten in den Branchen Vermögensverwaltung und Investmentfonds verstärkt nachfragt. Vor diesem Hintergrund fließen in die Auswahl von Wertpapieren durch das Researchteam der DJE Kapital AG nur solche Titel ein, die unseren ESG-Standards genügen. Darüber hinaus bietet die DJE Kapital AG mit dem Fonds DWS Concept DJE Responsible Invest ein Produkt, für das bei der Auswahl von Zielinvestments strengere ESG-Kriterien gelten.

2019 wurde in der DJE Kapital AG ein zentral organisiertes ESG-Projekt gestartet. Im Teilprojekt „Regulatorik“ wird laufend das Gesetzgebungsverfahren beobachtet und es werden Handlungsoptionen für unsere Geschäftsbereiche abgeleitet. Die Ergebnisse fließen in das Teilprojekt „Investmentprozess“ ein. Über die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen hinaus geht es im Teilprojekt „Pro Bono“. Zentrales Thema des Teilprojekts „Pro Bono“ ist die ESG-konforme Gestaltung des Arbeitsumfelds.

3 Prognose- und Chancenbericht

Die nachfolgenden Prognosen beruhen auf den aktuell verfügbaren Informationen sowie unseren Erwartungen und Planungen. Risiken, die sich aus unserem Geschäft ergeben, sind im Risikobericht dieses Lageberichts dargestellt.

3.1 Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Praktisch alle bisher denkbaren Chancen und Risiken der Weltwirtschaft rücken durch die Verbreitung des Corona-Virus in den Hintergrund. Wirtschaftliche Prognosen sind dabei äußerst schwierig. So hat es einen weltweit selbst auferlegten plötzlichen Wirtschaftsstopp bisher weder in der Praxis gegeben, noch wurde bisher Vergleichbares in der volkswirtschaftlichen Theorie behandelt.

Virologen und Gesundheitsinstitute sind uneins über die weitere Entwicklung des Virus. Dies gilt im Einzelnen über wesentliche Einflussfaktoren wie weitere Infektionswellen, eine Mutation des Virus sowie über die Entwicklung und Zulassung von Arzneimitteln und Impfstoffen. Aus guten Gründen gibt beispielweise die Volksrepublik China erstmals keine Prognose zum Wirtschaftswachstum 2020 ab und der Internationale Währungsfonds vermeidet eine Prognose, wie und wann eine Erholung der Weltwirtschaft eintritt.

Ein Indiz für das Ausmaß des Wirtschaftseinbruchs könnte die These der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sein, wonach jeder Monat mit Ausgangsbeschränkungen das jährliche Wirtschaftswachstum um zwei Prozentpunkte senkt. Gegenüber ursprünglichen Prognosen von rund 3% Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung geht die vage Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) aktuell in Richtung 3% Rückgang. Dabei ist absehbar, dass Deutschland trotz der angekündigten fiskalpolitischen Rekordprogramme als exportorientierte Volkswirtschaft einen deutlich stärkeren Einbruch der Wirtschaftsleistung verzeichnen wird.

3.2 Branchenspezifischer Ausblick

Die internationalen Aktienmärkte setzten ihre Aufwärtsbewegung zum Beginn des Jahres 2020 zunächst fort. Als sich im Februar die Tragweite des Corona-Virus abzeichnete, brachen die Aktienindizes in den folgenden Wochen deutlich ein. Unter dem positiven Einfluss der international angekündigten fiskal- und geldpolitischen Aktionen konnten ab Ende März Teile der Verluste wieder aufgeholt werden. Per Saldo verlor der MSCI Weltindex auf Dollar-Basis in den ersten vier Monaten 2020 13,0%, der DAX 18,0% und der S&P 500 9,8%. Die zweifache Wende an den Aktienmärkten innerhalb weniger Wochen, begleitet von starken kurzfristigen Schwankungen, stellte Portfoliomanager vor große Herausforderungen. Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe konnte Wertrückgänge in den von ihr betreuten Mandaten zwar nicht völlig vermeiden, erreichte aber gemessen am schwierigen Marktumfeld erfreuliche Anlageergebnisse.

Bei unseren Planungen gehen wir davon aus, dass die Aktienmärkte im weiteren Jahresverlauf bei hoher Volatilität leicht aufwärts tendieren. Von hoher Bedeutung wird dabei die aktive Steuerung der Aktienquoten sein. An unserer ertrags- und substanzorientierten Anlagepolitik mit Schwerpunkt Aktien werden wir festhalten. Gleichzeitig erweitern wir den Fokus auf Dividendenaktien um Aktienrückkaufsaspekte. Im Anleihebereich sind, bedingt durch die Corona-Krise, riesige Emissionsvolumina absehbar. Dem zusätzlichen Angebot steht Nachfrage sowohl in Form immenser Anleihenkaufprogramme der internationalen Notenbanken als auch Käufe institutioneller Investoren gegenüber, die über hohe Barreserven verfügen. Nach der jüngst vollzogenen Ausweitung der Zinsspreads sehen wir vor allem im Bereich der Unternehmensanleihen selektive Chancen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir dank unseres aktiven Managementstils und stringenten Investmentprozesses auch künftig gute Ergebnisse für unsere Kunden erzielen können.

Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe versteht sich als bankenunabhängiger Finanzdienstleister mit dem Schwerpunkt auf aktiv gemanagten Vermögensverwaltungs- und Fondsmandaten. Für die kommenden Jahre gehen wir von weiterhin hoher Nachfrage nach Dienstleistungen bankenunabhängiger Anbieter aus. Auf der anderen Seite war in den vergangenen Jahren ein Trend in Richtung passiv gemanagter, indexnaher Produkte zu verzeichnen. Neben dem Risiko geringerer Marktanteile bringt diese Entwicklung tendenziell sinkende Vergütungssätze bei Anbietern aktiv gemanagter Produkte mit sich. Wir gehen allerdings davon aus, dass wir – wie im bisherigen Jahresverlauf – über ein aktives Management einen Mehrwert für unsere Kunden gegenüber passiven Produkten bieten werden.

Ein weiterer Trend der Branche wird in einer verstärkten Nachfrage nach Vermögensverwaltungsleistungen und Fonds bestehen, die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance) gerecht werden. Wir gehen davon aus, dass unser entsprechend ausgerichtetes Produktangebot dazu beitragen wird, unsere Marktanteile auszubauen.

In den zurückliegenden Jahren hatten in Europa tätige Finanzdienstleister umfassende rechtliche und aufsichtsrechtliche Anpassungen durchzuführen. Die Entwicklung brachte tendenziell sinkende Vergütungssätze und gleichzeitig höhere Personal- und Sachaufwendungen mit sich. Aufgrund unserer Größe und unserer Ertrags- und Substanzstärke könnten wir über entsprechendes Wachstum Profiteur einer daraus folgenden Branchenkonsolidierung werden.

3.3 Prognose zum Geschäftsverlauf

Die Dr. Jens Ehrhardt hat die Corona-Krise bisher vergleichsweise gut und profitabel überstanden. Verlässliche Prognosen zum weiteren Geschäftsverlauf sind allerdings vor dem Hintergrund der mit der Krise verbundenen Unwägbarkeiten nicht möglich.

In den ersten vier Monaten 2020 lag das durchschnittliche Beratungs- und Verwaltungsvolumen, welches Bemessungsgrundlage unserer bestandsabhängigen Provisionen ist, mit 12,72 Mrd. EUR um 0,8% über dem Durchschnittswert des Vorjahres. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Verwaltungs- und Beratungsvolumen in ähnlicher Größenordnung. Damit dürften auch die bestandsabhängigen Vergütungen im Jahr 2020 in der Größenordnung des Vorjahres ausfallen. Die Kursrückgänge konnten wir in den von uns betreuten Mandaten im bisherigen Jahresverlauf auf ein niedriges Maß begrenzen. Allerdings unterstellen wir in unserer Planung für 2020 keine erfolgsabhängigen Vergütungen. Unter dieser Annahme dürften die Provisionserträge des Jahres 2019 im Jahr 2020 nicht erreicht werden.

Die Mitarbeiterzahl der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe werden wir 2020 in etwa konstant halten. Für 2020 ist insgesamt mit einem leichten Anstieg der Personalaufwendungen zu rechnen.

Für 2020 planen wir mit einem allenfalls moderaten Ansteigen der anderen Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen).

Die Aufwand/​Ertrags-Relation des Jahres 2020 wird voraussichtlich über der des Jahres 2019 ausfallen. Dabei zeichnet sich zudem ein deutlicher Rückgang des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit sowie des Konzernjahresüberschusses ab. Unabhängig davon erwarten wir auch für 2020 gute Rentabilitäts- und Substanzkennzahlen.

Vor dem Hintergrund des personellen Wachstums der DJE Kapital AG wird ein Erweiterungsbau mit Parksystem am Firmensitz Pullacher Straße 24 in Pullach durchgeführt. Nach dem Start der Bauarbeiten zum Jahresanfang 2019 ist ein Bezug Anfang August 2020 geplant. Der Erweiterungsbau wird Raum für rund 50 Mitarbeiter bieten. Das Investitionsvolumen liegt nach derzeitigem Stand innerhalb des Budgets von 9 Mio. EUR. Wie geplant werden wir in diesem Zusammenhang Teile der angemieteten Büroflächen in Pullach abgeben.

4 Risikobericht

4.1 Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe als Risikonehmer

Oberste Unternehmensziele der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe sind die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Gewährleistung der Unabhängigkeit der Unternehmensgruppe. In der Unternehmensstrategie hat der Vorstand der DJE Kapital AG Maßnahmen definiert, die auf die Erreichung dieser Ziele sowie daraus abgeleiteter Teilziele ausgerichtet sind. Um die mit der Unternehmensstrategie verbundenen Risiken zu prüfen und gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen zu ergreifen, hat der Vorstand dazu eine konsistente Risikostrategie festgelegt.

4.2 Risikomanagementsystem

Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe verfügt zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation ihrer Risiken über ein der Art, Komplexität, Umfang und Risikogehalt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft angemessenes und wirksames Risikomanagement. Das Risikomanagement umfasst die Einrichtung angemessener interner Kontrolleinheiten. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements werden regelmäßig überprüft. Eine Übersicht über das aktuell jeweils gültige Risikomanagementsystem bietet das Risikomanagementhandbuch.

Alle Mitglieder des Vorstands der DJE Kapital AG sind für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung bezieht sich auch auf alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements. Die Mitglieder des Vorstands sind zudem für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe und somit auch für ein angemessenes und wirksames Risikomanagement auf Gruppenebene verantwortlich.

Der Vorstand wird bei risikopolitischen Fragen und Entscheidungen durch den Risikocontroller unterstützt. Dem Risikocontroller wurden alle notwendigen Befugnisse und ein uneingeschränkter Zugang zu allen Informationen eingeräumt, die für die Erfüllung seiner Aufgaben erforderlich sind.

Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist eine systematische, alle Unternehmensbereiche umfassende Risikoinventur. Die ermittelten wesentlichen Risiken werden vor dem Hintergrund denkbarer Szenarien auf mögliche finanzielle Auswirkungen untersucht. Schließlich erfolgt im Rahmen einer Risikotragfähigkeitskalkulation eine Gegenüberstellung der in Geldeinheiten bewerteten Risiken mit möglichen Risikodeckungsmassen. Bei der Ermittlung der Deckungsmassen werden unterschiedliche Szenarien zugrunde gelegt.

Das Risikomanagement schafft eine Grundlage für die sachgerechte Wahrnehmung der Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats der DJE Kapital AG. Der Vorstand der DJE Kapital AG informiert den Aufsichtsrat im Rahmen des Risikoberichts vierteljährlich über die Risikosituation im Konzern. Für den Fall, dass gravierende Mängel, bedeutende Schadensfälle oder ein konkreter Verdacht auf Unregelmäßigkeiten auftreten, hat der Vorstand die Pflicht, den Aufsichtsrat umgehend in Form von Ad-hoc-Meldungen zu informieren.

Zentrale Überwachungs- und Kontroll- und Beratungsfunktionen übernehmen die dem Vorstand der DJE Kapital AG organisatorisch zugeordneten folgenden Stabsstellen:

Interne Revision

Compliance, Geldwäscheprävention, Beschwerdestelle, Betrugsprävention

IT-Sicherheit, Informationssicherheit, Auslagerungen, Datenschutzkoordination

Risikocontrolling (in Personalunion stellv. Leiter Finanzen & Verwaltung)

Recht

Qualitätssicherung

Die Unabhängigkeit der jeweiligen Funktionsträger der Stabsstellen wird durch die funktionale, organisatorische und personelle Trennung von anderen Unternehmensbereichen gewährleistet. Um die Gefahr von Interessenkonflikten zu vermeiden, unterscheiden sich die Vergütungsparameter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kontrolleinheiten von denen der zu kontrollierenden Einheiten.

Basierend auf einer Risikoanalyse besteht für die Interne Revision ein dreijähriger Prüfungsplan, der sämtliche Konzernbereiche umfasst und jährlich fortgeschrieben wird. Es ist elementarer Bestandteil des Revisionssystems der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe, Schwachstellen zeitnah zu erkennen, Maßnahmen zu empfehlen sowie zu prüfen, ob eine systematische Mängelbeseitigung erfolgt ist. Mit Blick auf die gestiegenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurde die Interne Revision der DJE Kapital AG im Februar 2020 von einer auf zwei Stellen erweitert.

Eine weitere Organisationseinheit der DJE Kapital AG verantwortet die Themen Compliance, Geldwäscheprävention, Beschwerden und Betrugsprävention. Die Compliance überwacht und bewertet die in der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe aufgestellten Grundsätze und eingerichteten Verfahren sowie die zur Behebung von Defiziten getroffenen Maßnahmen. Über ihre Erkenntnisse berichtet diese regelmäßig an die Geschäftsleitung und an den Aufsichtsrat der DJE Kapital AG. Die Geldwäscheprävention ist für die Durchführung der Vorschriften zur Bekämpfung und Verhinderung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zuständig. In 2019 wurden die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die unterschiedlichen Kundengruppen der DJE Kapital AG auf einer technischen Plattform nach den relevanten Geldwäsche-Gesichtspunkten automatisiert zu überprüfen.

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung in Verbindung mit aufsichts- und datenschutzrechtlichen Anforderungen ist eine Stabstelle der DJE Kapital AG für die Themen Informationssicherheit, IT-Sicherheit, Auslagerungen und Datenschutz zuständig. Beim Thema Datenschutz arbeitet die DJE Kapital AG mit einem externen Fachdienstleister zusammen.

Finanz- und Risikocontrolling sind zentrale Bausteine des Risikomanagementsystems der DJE Kapital AG. Für sämtliche Konzerngesellschaften haben wir einen Fünfjahresplan erarbeitet und Stresstests durchgeführt, denen unterschiedliche Kapitalmarktentwicklungen zugrunde gelegt wurden. Neue Geschäftsaktivitäten oder Projekte werden der Geschäftsleitung grundsätzlich auf Basis fundierter Planungen zur Entscheidung vorgelegt.

4.3 Risikoarten

Auf Basis der Überprüfung der aktuellen Risikosituation hat der Vorstand der DJE Kapital AG Marktpreisrisiken und operationelle Risiken als wesentliche Risiken eingestuft. Liquiditäts- und Adressausfallrisiken werden derzeit als für die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe nicht wesentlich betrachtet.

Bei den wesentlichen Risiken erfolgt vierteljährlich eine aggregierte finanzielle Bewertung und anschließend eine Gegenüberstellung mit der Risikotragfähigkeit der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe, wobei von verschiedenen Szenarien ausgegangen wird. Für die derzeitigen wesentlichen Risiken werden vierteljährlich Stresstests durchgeführt, wobei ein Szenario einen schweren konjunkturellen Abschwung widerspiegelt.

Zum 31.12.2019 ergibt sich hinsichtlich der Risikoauslastung der wesentlichen Risiken der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe folgende Berechnung:

Marktpreisrisiken 6.304 TEUR
Operationelle Risiken 17.701 TEUR
Gesamtrisikopotential 24.005 TEUR
Risikodeckungsmasse 66.693 TEUR
Freie Risikotragfähigkeit 42.691 TEUR
Risikoauslastung 36,0%

4.3.1 Marktpreisrisiken

Wer an den Kapitalmärkten Chancen nutzen will, geht damit immer auch Risiken ein. Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe versteht es als eine ihrer vorrangigen Aufgaben, bei Anlageentscheidungen für ein ausgewogenes Verhältnis von Risiken und Ertragschancen zu sorgen. Marktpreisrisiken bestehen mittelbar in den betreuten Vermögensverwaltungs- bzw. Fondsdepots und könnten zu einer Verminderung der bestandsabhängigen Vergütungen sowie einer Minderung oder einem Ausfall der erfolgsabhängigen Vergütungen führen. Darüber hinaus bestehen Marktpreisrisiken unmittelbar bei den im Namen und für Rechnung der Konzerngesellschaften gehaltenen Wertpapieren. Anlageentscheidungen im Rahmen der Mandatstätigkeit wie auch bezüglich der eigenen Anlagen erfolgen auf Basis grundlegender Analysen. Eine zeitnahe und regelmäßige Überwachung der Entwicklung der Anlagen sowie eine laufende Überprüfung der Anlageentscheidungen sind sowohl in den Mandaten als auch bei den eigenen Anlagen gewährleistet.

Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe ermittelt vierteljährlich einen Value at Risk, der eine Aussage darüber trifft, wie hoch der maximale Performanceverlust bei den betreuten Investmentfonds in Prozent bei einer Haltedauer von 20 Tagen ab dem jeweiligen Stichtag und eines Konfidenzniveaus von 99% ist. Der maximale Verlust auf Basis des Value at Risk bildet die Grundlage für die vierteljährliche Ermittlung der maximalen Ertragsauswirkung (Minderung der Provisionserträge) auf Jahresbasis.

Für den Erwerb von eigenen Wertpapieren kommen grundsätzlich Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere in Betracht, die mindestens drei Monate im Eigenbestand zu halten sind. Dabei steht die liquiditäts- und ertragsorientierte Anlage der nicht für den laufenden Geschäftsbetrieb benötigten liquiden Mittel im Vordergrund. Im vierteljährlichen Risiko-Reporting werden die Zinsänderungsrisiken aus den Wertpapiereigengeschäften der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe dargestellt.

Ausgenommen hiervon sind Aktien und Anleihen, welche im Rahmen der Online-Vermögensverwaltung der DJE Kapital AG erworben bzw. veräußert werden. Aufgrund der derzeit geringen Bestände verzichtet die DJE Kapital AG auf eine laufende Überwachung der Marktpreisrisiken für diese Wertpapierbestände.

4.3.2 Operationelle Risiken

Operationelle Risiken können bei der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe in Form rechtlicher Risiken, personeller Risiken und als technische Betriebsrisiken auftreten.

Zur Vermeidung rechtlicher Risiken wird in der Vertragsgestaltung mit Kooperationspartnern oder auch in der Geschäftsbeziehung mit Kunden darauf geachtet, die Verantwortlichkeiten klar festzulegen und dabei Rechtsrisiken zu minimieren. In diesem Zusammenhang wird in der Vermögensverwaltung sowie in der Zusammenarbeit mit Vermittlern oder Kooperationspartnern auf Musterverträge zurückgegriffen. Soweit Verträge seitens der Kooperationspartner vorgelegt werden, erfolgt eine risikoorientierte Abstimmung auf die Belange der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe. Hierbei wird auch auf externe rechtliche Beratung zurückgegriffen.

Dem Ziel einer Vermeidung rechtlicher Risiken wird auch bei der Auslagerung wesentlicher Aktivitäten und Prozesse Rechnung getragen. Über Auslagerungen entscheidet der Vorstand der DJE Kapital AG auf Basis einer Risikoanalyse, die Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der auszulagernden Prozesse und Tätigkeiten Rechnung trägt. Bei unseren wesentlichen Dienstleistern holen wir sowohl vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung als auch laufend während der Geschäftsbeziehung Bonitätseinschätzungen von Wirtschaftsauskunfteien ein und analysieren auf dieser Grundlage die wesentlichen Finanzkennzahlen. Bei den wesentlichen Auslagerungen wird ein regelmäßiges Auslagerungscontrolling durch die jeweiligen Fachbereiche und die zentrale Auslagerungsbeauftragte durchgeführt. Zudem nimmt die interne Revision die in den Auslagerungsverträgen vereinbarten Informations- und Prüfungsrechte wahr.

Im Hinblick auf die Bedeutung der EDV für den Geschäftsbetrieb der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe erfolgt unter Einbindung der IT-Sicherheitsbeauftragten der DJE Kapital AG eine kontinuierliche Überprüfung der bestehenden IT-Systemlandschaft. Anpassungen werden in enger Abstimmung mit den Fachbereichen sowie den Dienstleistern der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe vorgenommen. EDV-technisch gelten für sämtliche Einheiten höchste Sicherheitsanforderungen. Für den Notfall verfügen die Unternehmen der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe über räumliche Ausweichmöglichkeiten. Selbst im Fall einer breit angelegten Pandemie mit einer gleichzeitigen Schließung sämtlicher Büroeinheiten besteht für uns die Möglichkeit, sämtliche Leistungen des Unternehmens aus dem Homeoffice-Betrieb oder von anderen Orten zu erbringen. Im Fall einer Störung stehen Ersatzsysteme und -daten zum sofortigen Einsatz zur Verfügung. Das Notfallhandbuch der DJE Kapital AG fasst die benötigten Prozeduren, Informationen sowie die erforderlichen Reaktionsmaßnahmen, die nach Eintritt eines Notfalls bis zur Wiederaufnahme des Normalbetriebes erforderlich sind, zusammen.

Im Hinblick auf den Corona-Virus wurden von den Konzerngesellschaften ab Februar 2020 Maßnahmenpakete erarbeitet und jeweils frühzeitig den sich ändernden Verhältnissen angepasst. Dies betraf Hygienemaßnahmen, Reisehinweise und Verhaltensweisen für Mitarbeiter. In mehreren Stufen wurde die Homeoffice-Tätigkeit eingeführt und ausgeweitet. Zeitweise waren annähernd sämtliche Mitarbeiter der DJE Kapital AG und der DJE Investment S.A. aus dem Homeoffice tätig. Dabei kam es zu keinen nennenswerten Störungen des Geschäftsbetriebs. Die Erreichbarkeit und Funktionsfähigkeit sämtlicher Konzerneinheiten war jederzeit in vollem Umfang gegeben.

Personelle Betriebsrisiken können insbesondere aus einem ungeplanten Personalausfall, aus dolosen Handlungen oder aus unzureichender Eignung resultieren. Bei der Personalauswahl wird auf die Integrität der Mitarbeiter ein hoher Stellenwert gelegt. Daneben wird auf die für die Aufgabe notwendigen fachlichen und sozialen Fähigkeiten geachtet. Die Festlegung von Stellenprofilen sorgt hierbei für eine Objektivierung und Nachvollziehbarkeit der Personalentscheidung. Für den kurzfristigen ungeplanten Personalausfall und für Urlaubssituationen bestehen Vertretungsregelungen. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sehen wir als ganz wesentlichen Bestandteil unserer Personalarbeit.

Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe führt als Vermögensverwalterin und Managerin von Sondervermögen Geschäfte auf fremde Rechnung, vor allem Wertpapier- und Devisengeschäfte durch. Derivate werden dabei zu Absicherungen und Investitionszwecken eingesetzt. Damit verbunden sind Risiken aus der fehlerhaften Durchführung von Orders. Maßgeblich für die Höhe des Risikos sind die Höhe des Beratungs- und Verwaltungsvolumens sowie die Handelshäufigkeit. Um die Wahrscheinlichkeit von Schadensfällen zu mindern, erfolgt ständig eine risikoorientierte Überprüfung und ggf. Anpassung der personellen und systemtechnischen Ausstattung.

Operationellen Risiken entgegenwirken sollen die über Arbeitsanweisungen festgelegten Betriebsabläufe, in die das interne Kontrollsystem integriert ist.

4.3.3 Adressenausfallrisiken

Unter Adressausfallrisiko wird das Risiko definiert, dass bestehende Forderungen teilweise oder komplett ausfallen. Adressenausfallrisiken können zum einen daraus resultieren, dass gegenüber Kunden bestehende Provisionsforderungen von diesen nicht bezahlt werden. Über ein effizientes Forderungsmanagement werden Adressenausfallrisiken minimiert. Die Überwachung der Forderungen erfolgt dabei unter Einsatz geeigneter Buchhaltungsprogramme. Als positiven Nebeneffekt bringt es die intensive Betreuung unserer privaten und institutionellen Kunden mit sich, Ausfälle im Zusammenhang mit Provisionsforderungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Sämtliche Debitoren der DJE Kapital AG werden vierteljährlich hinsichtlich der verbleibenden Ausfallwahrscheinlichkeiten analysiert. Die Ergebnisse werden im Risikoreporting festgehalten, das Grundlage etwaiger Einzelwertberichtigungen ist.

Weitere Adressenausfallrisiken bestehen aus den von den Konzerneinheiten bei Kreditinstituten unterhaltenen Guthaben sowie aus den zur Anlage der Liquidität erworbenen Wertpapieren. Die Anlage der im laufenden Geschäft nicht unmittelbar benötigten Mittel erfolgt unter strenger Auswahl der Bonität der Emittenten und Schuldner sowie unter dem Gesichtspunkt einer breiten Risikostreuung.

Zusammenfassend wird das Adressausfallrisiko (Debitorenrisiko) als für die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe nicht wesentlich klassifiziert.

4.3.4 Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken werden Risiken definiert, dass die zum Begleichen fälliger Zahlungen benötigten Zahlungsmittel nicht, nicht fristgerecht oder nur zu erhöhten Kosten zur Verfügung stehen. Die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe hat sicherzustellen, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Zu diesem Zweck überwacht der Bereich Finanzen & Verwaltung der DJE Kapital AG täglich die Bankkontostände. Kurz- und mittelfristige Mittelabflüsse werden bei der Gesellschaft anhand eines halbjährlich, rollierenden Liquiditätsplans überwacht, wobei unterschiedliche Szenarien zugrunde gelegt werden. Der Vorstand der DJE Kapital AG wird regelmäßig über die Liquiditätssituation informiert. Sämtliche Konzerneinheiten gewährleisten, dass jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Die sofort verfügbare Liquidität der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe entspricht per Jahresultimo 2019 rund 96% der für 2020 geplanten allgemeinen Verwaltungsaufwendungen.

Zusammenfassend wird das Liquiditätsrisiko aufgrund der laufenden Überwachung und des hohen Liquiditätsbestands der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe als nicht wesentlich klassifiziert.

4.3.5 Resümee

Das Risikomanagement unserer Unternehmensgruppe erfordert vor allen Dingen eine systematische und sorgfältige Prüfung aller Risiken. Daher haben wir das frühzeitige Erkennen und das effektive Management von Risiken als eine unserer Kernaufgaben definiert und entsprechende Systeme installiert. Im Hinblick auf sämtliche Risiken hat sich die Unternehmensgruppe im Jahr 2019 im Rahmen ihrer ökonomischen Tragfähigkeit bewegt. Auch künftig wird die Dr. Jens Ehrhardt Gruppe über ein Rahmenwerk von Risikogrundsätzen, Organisationsstrukturen sowie geeigneten Prozessen gesteuert, um damit nicht nur unsere, sondern auch die Risiken unserer Kunden zu minimieren.

 

Pullach, 2. Juli 2020

DJE Kapital AG

Der Vorstand

Dr. Jens Ehrhardt

Dr. Jan Ehrhardt

Dr. Ulrich Kaffarnik

Peter Schmitz

Thorsten Schrieber

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
1. Barreserve 2.000.768,73 1.244,41
a) Kassenbestand 2.000.768,73 1.244,41
3. Forderungen an Kreditinstitute 18.156.771,70 19.622.977,46
a) täglich fällig 15.495.506,38 17.457.218,40
b) andere Forderungen 2.661.265,32 2.165.759,06
4. Forderungen an Kunden 21.282.157,95 13.021.565,50
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 467.888,15 479.645,05
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 39.487,64 65.198,94
b) Anleihen und Schuldverschreibungen 39.487,64 65.198,94
ba) von öffentlichen Emittenten 3.299,66 2.640,32
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 0,00
bb) von anderen Emittenten 36.187,98 62.558,62
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 0,00
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 17.645.706,55 19.717.158,51
11. Immaterielle Anlagewerte 1.043.059,84 1.199.971,68
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 747.509,55 780.767,99
d) geleistete Anzahlungen 295.550,29 419.203,69
12. Sachanlagen 13.704.242,84 10.514.571,33
14. Sonstige Vermögensgegenstände 11.190.120,11 11.110.994,18
15. Rechnungsabgrenzungsposten 725.796,11 655.101,76
Summe der Aktiva 85.788.111,47 75.908.783,77

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.766.465,88 4.353.896,65
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 4.766.465,88 4.353.896,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2.472.660,11 3.080.357,04
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 1.451.876,01 1.423.244,28
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.602.302,50 1.726.770,52
6. Rechnungsabgrenzungsposten 35.243,27 37.828,98
7. Rückstellungen 10.870.389,19 6.897.552,82
b) Steuerrückstellungen 2.897.134,76 260.857,53
c) andere Rückstellungen 7.973.254,43 6.636.695,29
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 500.000,00 500.000,00
12. Eigenkapital 64.541.050,52 59.312.377,76
a) ausgegebenes Kapital 4.085.000,00 4.085.000,00
gezeichnetes Kapital 4.300.000,00 4.300.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 215.000,00 215.000,00
b) Kapitalrücklage 600.000,00 600.000,00
c) Gewinnrücklagen 41.616.873,82 37.937.348,86
ca) gesetzliche Rücklage 43.580,00 43.580,00
cd) andere Gewinnrücklagen 41.573.293,82 37.893.768,86
c1) rechnerischer Wert eigner Anteile 446.123,43 376.543,97
steuerlicher Ausgleichsposten z.B. nach Betriebsprüfung des letzten Stichtags 446.123,43 376.543,97
d) Bilanzgewinn 17.793.053,27 16.313.484,93
e) Konzernbilanzgewinn
Summe der Passiva 85.788.111,47 75.908.783,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 – 31.12.2019
EUR
1.1.2018 – 31.12.2018
EUR
1. Zinserträge -13.609,26 -416,83
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften -16.127,19 -3.273,92
darunter: negative Beträge aus Geldmarktgeschäften 19.000,00 15.000,00
b) aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.517,93 2.857,09
2. Zinsaufwendungen 20.143,15 60.522,63
Ergebnis 1. – 2. -33.752,41 -60.939,46
3. Laufende Erträge 23.662,53 10.906,87
a) aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 23.662,53 10.906,87
5. Provisionserträge 91.088.357,80 86.783.048,04
6. Provisionsaufwendungen 25.991.209,73 25.560.025,58
Ergebnis 5. – 6. 65.097.148,07 61.223.022,46
8. Sonstige betriebliche Erträge 519.209,08 402.339,04
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 35.849.773,75 32.773.370,07
a) Personalaufwand 20.604.739,28 18.028.691,29
aa) Löhne und Gehälter 18.580.353,97 16.327.258,20
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.024.385,31 1.701.433,09
darunter: für Altersversorgung 325.788,47 289.754,59
b) andere Verwaltungsaufwendungen 15.245.034,47 14.744.678,78
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.166.494,07 1.103.178,81
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.182.479,28 644.488,30
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 8.912,01 51.502,38
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 484.380,76 59.240,80
Ergebnis -13. + 14. 475.468,75 7.738,42
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 27.882.988,92 27.062.030,15
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.717.297,02 6.404.674,76
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 6.598,60 5.367,60
Ergebnis 23. + 24. 7.723.895,62 6.410.042,36
27. Konzernjahresüberschuss 20.159.093,30 20.651.987,79
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.313.484,93 1.520.697,91
Ergebnis 27. + 28a. 21.472.578,23 22.172.685,70
Ergebnis 27. + 28. + 29. 21.472.578,23 22.172.685,70
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. 21.472.578,23 22.172.685,70
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. + 31. 21.472.578,23 22.172.685,70
32. Einstellung in Gewinnrücklagen 3.679.524,96 5.859.200,77
d) in andere Gewinnrücklagen 3.679.524,96 5.859.200,77
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. + 31. + 32. 17.793.053,27 16.313.484,93
34. Konzernbilanzgewinn 17.793.053,27 16.313.484,93

Eigenkapitalspiegel

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalspiegels

der DJE Kapital AG

TEUR Eigenkapital des Mutterunternehmens (Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Summe
Stand am 31.12.2017 4.300 -215 4.085
Einstellung in /​ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2018 4.300 -215 4.085
Einstellung in /​ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2019 4.300 -215 4.085
Eigenkapital des Mutterunternehmens Rücklagen
TEUR
Kapitalrücklage (§272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB) gesetzliche Rücklage andere Gewinnrücklagen Summe
Stand am 31.12.2017 600 43 32.035 32.678
Einstellung in /​ Entnahme aus Rücklagen 5.859 5.859
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2018 600 43 37.894 38.537
Einstellung in /​ Entnahme aus Rücklagen 1 3.679 3.680
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2019 600 44 41.573 42.217
TEUR Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn Konzerneigenkapital Summe
Stand am 31.12.2017 319 27.521 64.603
Einstellung in /​ Entnahme aus Rücklagen -5.859 0
Ausschüttung -26.000 -26.000
Währungsumrechnung 57 57
Konzernjahresüberschuss 20.652 20.652
Stand am 31.12.2018 376 16.314 59.312
Einstellung in /​ Entnahme aus Rücklagen -3.680 0
Ausschüttung -15.000 -15.000
Währungsumrechnung 70 70
Konzernjahresüberschuss 20.159 20.159
Stand am 31.12.2019 446 17.793 64.541

Anhangangaben

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

DJE Kapital AG, Pullach

1 Allgemeine Angaben

1.1 Allgemeine Grundsätze der Rechnungslegung

Die DJE Kapital AG, Pullacher Straße 24, 82049 Pullach im Isartal, stellt das Mutterunternehmen der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe dar und wird beim Amtsgericht München unter der Handelsgerichtsnummer HRB 128888 geführt.

Der Konzernabschluss der DJE Kapital AG, Pullach, zum 31.12.2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Bestimmungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) unter Beachtung aktienrechtlicher Vorschriften aufgestellt.

Die Berichtswährung lautet in Euro. Die nachfolgenden Darstellungen sind in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt.

Die Jahresabschlüsse aller einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt und basieren auf den geprüften Einzelabschlüssen.

1.2 Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis werden alle verbundenen Unternehmen einbezogen, an denen die DJE Kapital AG direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist.

Mit der Konzernobergesellschaft, der DJE Kapital AG, werden zwei ausländische Tochtergesellschaften vollkonsolidiert.

Neben der DJE Kapital AG umfasst der Konsolidierungskreis folgende Unternehmen:

Konsolidierte Unternehmen

Name und Sitz Land Anteil am Kapital
%
Eigenkapital zum 31.12.2019
in TEUR*)
Ergebnis 2019
in TEUR *)
DJE Finanz AG, Zürich Schweiz 100,0 2.083 553
DJE Investment S.A., Luxemburg-Strassen Luxemburg 100,0 16.500 1.931

*) Das Eigenkapital und das Jahresergebnis in Fremdwährung (Schweizer Franken) wurden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bzw. dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres 2019 umgerechnet.

1.3 Konsolidierungsgrundsätze

Die Konzernbilanz wird durch Zusammenfassung der Einzelbilanzen der DJE Kapital AG und aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erstellt. Die Einbeziehung erfolgt nach dem Grundsatz der Vollkonsolidierung. Das bedeutet, dass mit Ausnahme der zu konsolidierenden Posten sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen mit dem vollen Betrag in die Konzernbilanz übernommen wurden.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird durch die Zusammenfassung der Einzel-Gewinn- und Verlustrechnungen der DJE Kapital AG und der einbezogenen Tochterunternehmen erstellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Kapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem gegenseitigen Geschäftsverkehr zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 HGB gegenseitig aufgerechnet.

Erträge und Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 305 HGB gegeneinander aufgerechnet.

1.4 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet.

Barreserven werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden und Kreditinstitute werden zum Nennbetrag oder zu Anschaffungskosten bilanziert. Für erkennbare Risiken wird bei Bedarf durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen vorgesorgt. Der Ausweis der Forderungen an Sondervermögen erfolgt unter dem Posten Forderungen an Kunden.

Sämtliche Bestände an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren werden nach dem für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Rücknahmepreisen bewertet. Die gesamten Wertpapiere sind dem Liquiditätsvorsorgebestand zugeordnet.

Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Dabei erfolgt eine enge Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungsvorschriften in Verbindung mit den amtlichen Abschreibungstabellen für Mobilien. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Im Fall einer andauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 274 HGB ermittelt. Die Bemessung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der lokalen Steuersätze. Bei der DJE Kapital AG beträgt der Ertragsteuersatz aktuell 25,6% und bei der DJE Investment S.A. 27,2%. Der Ertragsteuersatz umfasst bei der DJE Kapital AG die Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer, bei der DJE Investment S.A. die Körperschaftsteuer, den Beitrag zum Arbeitslosenfonds und die Gewerbesteuer. Ansatz- und Bewertungsunterschiede, die zu aktiven latenten Steuern führen, entfallen auf die Bilanzposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie andere Rückstellungen. Passive latente Steuern ergeben sich aufgrund temporärer Differenzen zwischen dem handelsbilanziellen Buchwert und dem korrespondierenden steuerlichen Wert bei dem Bilanzposten andere Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Sondervermögen erfolgt unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Negative Beträge aus Geldmarktgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften ausgewiesen.

Ergebnisse aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

1.5 Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt nach den in den §§ 340h, 256a und 308a HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung

Die Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung erfolgt nach § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursbewertung: Die Aktiv- und Passivposten der Bilanz werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung” ausgewiesen.

Umrechnung von Fremdwährungstransaktionen

Die Umrechnung auf in ausländischer Währung vorgenommenen Transaktionen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs nach den Vorschriften des § 340h HGB und § 256a HGB. Danach werden auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

2 Angaben zur Konzernbilanz

2.1 Zu den Aktivposten

Forderungen an Kreditinstitute

2019
TEUR
2018
TEUR
Aufgliederung der Unterposition:
b) andere Forderungen nach Restlaufzeiten
– bis 3 Monate 2.557 2.062
– über 3 Monate bis 1 Jahr 66 66
– über 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0
– über 5 Jahre 38 38

Forderungen an Kunden

2019
TEUR
2018
TEUR
Aufgliederung der Position:
Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten
– bis 3 Monate 21.282 13.022
– über 3 Monate bis 1 Jahr 0 0
– über 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0
– über 5 Jahre 0 0

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

In diesem Bilanzposten sind Anleihen, die im Rahmen der Online-Vermögensverwaltung gehalten werden, enthalten. Die Anleihen sind börsennotiert. Im Folgejahr sind Anleihen mit einem Betrag in Höhe von 6 TEUR fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

In diesem Bilanzposten sind Publikumsfondsanteile an Renten- und Immobilienfonds sowie Aktien, die im Rahmen der Online-Vermögensverwaltung gehalten werden, enthalten. Die Investmentfondsanteile sind nicht, die Aktien (93 TEUR) sind börsennotiert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt. Das von der DJE Kapital AG erworbene Grundstück und Gebäude dient nach der Beendigung der umfangreichen Bestandssanierung seit Mitte 2011 ausschließlich der Eigennutzung. Die DJE Investment S.A. hat im Jahr 2016 ein Grundstück mit Bürogebäude zur Eigennutzung in Luxemburg erworben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen nicht börsennotierte Zertifikate in Höhe von 8.409 TEUR (im Vorjahr: 8.409 TEUR) sowie Steuerforderungen in Höhe von 2.608 TEUR (Vorjahr: 2.384 TEUR).

2.2 Zu den Passivposten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2019
TEUR
2018
TEUR
Aufgliederung der Unterposition:
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist nach Restlaufzeiten
– bis 3 Monate 4.766 4.354
– über 3 Monate bis 1 Jahr 0 0
– über 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0
– über 5 Jahre 0 0

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

2019
TEUR
2018
TEUR
Aufgliederung der Position:
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten
– bis 3 Monate 2.473 3.080
– über 3 Monate bis 1 Jahr 0 0
– über 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0
– über 5 Jahre 0 0

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.324 TEUR (Vorjahr: 954 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 1.115 TEUR (Vorjahr: 664 TEUR).

Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Das Grundkapital der DJE Kapital AG beträgt TEUR 4.300 und ist in 4.300.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Vom gezeichneten Kapital wurden eigene Aktien in der Höhe des rechnerischen Wertes von 215 TEUR (215.000 Aktien) abgesetzt. Dies entspricht einem Anteil von 5,0% des Grundkapitals. Die eigenen Anteile wurden am 31.1.2014 zur Sicherung der Unabhängigkeit der Dr. Jens Ehrhardt Unternehmensgruppe erworben.

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der DJE Kapital AG von 14.000 TEUR an die dividendenberechtigten Aktionäre auszuschütten. Auf diesen Bilanzgewinn wurde entsprechend § 12 der Satzung im Februar 2020 ein Betrag über 7.000 TEUR als Abschlagszahlung nach § 59 AktG gewährt, sodass sich eine Restausschüttung in Höhe von 7.000 TEUR ergibt.

3 Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 20 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR) enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge von 91.088 TEUR (Vorjahr: 86.783 TEUR) resultieren aus dem Fondsmanagement, aus Vermögensverwaltungs- und Beratungshonoraren sowie aus Bestandsprovisionen für den Vertrieb von Investmentfonds, die für Dritte erbrachte relevante Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung darstellen.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für eine Rückstellung bei der DJE Kapital AG in Höhe von 550 TEUR, die für einen im Rahmen des Managements eines Fondsmandats für eine konzernexterne Kapitalverwaltungsgesellschaft entstandenen Schaden in Höhe von rund 1,7 Mio. EUR gebildet wurde. Die Rückstellung wurde für knapp ein Drittel des Schadens gebildet, für den die DJE Kapital AG voraussichtlich eine Mitverantwortung trägt. Zudem sind Aufwendungen für Risiken der Fondsverwaltung bei der DJE Investment S.A. in Höhe von 250 TEUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) enthalten. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 28 TEUR (Vorjahr: 20 TEUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von 7.382 TEUR auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Jahres 2019 sowie in Höhe von 335 TEUR des Jahres 2018.

4 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Finanzmittelfonds im Konzern während des Geschäftsjahres durch die Zahlungsströme aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dargestellt. Die Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurden indirekt ermittelt.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus der Barreserve, den täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten und Kündigungsgeldern mit einer Kündigungsfrist von 45 Tagen (2.000 TEUR) zusammen. Die Kapitalflussrechnung gibt Auskunft darüber, wie der DJE-Konzern finanzielle Mittel erwirtschaftet hat und welche Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen wurden.

5 Sonstige Angaben

Nachtragsbericht (Ereignisse nach der Berichtsperiode)

Mit der rapiden Verbreitung des Coronavirus in Europa kam es von Ende Februar bis Mitte März 2020 zu einem dramatischen Kurseinbruch an den weltweiten Aktienbörsen. Die Kursverluste betrugen in der Spitze bis zu 40%. Danach konnten sich die Börsen aufgrund der Ankündigungen wichtiger Notenbanken und Regierungen weltweit, eine expansive Geld- und Fiskalpolitik zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu betreiben, zumindest teilweise wieder erholen. So legte der MSCI World Index von seinem Tiefpunkt bis Ende März 2020 wieder rund 16% zu.

Dank des aktiven Managements unserer Fondsmandate konnte die DJE Kapital AG Kursverluste in den Mandaten deutlich begrenzen. Ebenfalls moderat fielen auch die Netto-Mittelabflüsse in der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe aus. Damit blieb der Rückgang des gesamten Vermögensverwaltungsvolumens deutlich hinter den Kursrückgängen an den Aktienbörsen zurück. Zudem konnte der Geschäftsbetrieb aufgrund der Möglichkeit der Nutzung von Heimarbeitsplätzen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dr. Jens Ehrhardt Gruppe jederzeit gewährleistet werden.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen 810 TEUR (Vorjahr: 703 TEUR) jährlich. Die Vertragslaufzeiten sind marktüblich. Das Bestellobligo für begonnene Investitionsvorhaben beläuft sich auf 4.733 TEUR (Vorjahr: 7.813 TEUR), und betrifft im Wesentlichen den Erweiterungsbau der selbstgenutzten Immobilie der DJE Kapital AG.

Die DJE Investment S.A. hat beim Erwerb eines Zertifikates aus dem Fonds DJE Real Estate (Verkäufer) im Jahr 2009 eine Vereinbarung getroffen, dass im Fall eines durch die DJE Investment S.A. erzielten Veräußerungs- oder Liquidationsgewinns, dieser dem Fonds DJE Real Estate zugeführt wird. Der voraussichtliche Liquidationsgewinn beträgt rund 1,0 Mio. EUR. Dieser soll dem Fonds DJE Real Estate voraussichtlich im Laufe des Jahres 2020 zufließen.

Treuhandgeschäfte

Die DJE Investment S.A. betreut 26 (Vorjahr: 29) Sondervermögen in Form von Investmentfonds. Der Gesamtwert des betreuten Fondsvermögens beträgt zum Bilanzstichtag 5.099.860 TEUR (Vorjahr: 4.516.603 TEUR).

Fremdwährung

Die auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände betrugen zum 31.12.2019 2.338 TEUR (Vorjahr: 1.241 TEUR), auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten betrugen 605 TEUR (Vorjahr: 451 TEUR); sie bestehen im Wesentlichen in Schweizer Franken und US-Dollar.

Organe

Vorstand Unternehmensbereich
Herr Dr. Jens Ehrhardt, Vorsitzender Unternehmens- und Anlagestrategie
Diplom-Kaufmann
Herr Dr. Jan Ehrhardt, Stellv. Vorsitzender Research & Portfoliomanagement
Diplom-Kaufmann Vermögensverwaltung
(bis 30.11.2019 inkl. Niederlassung Frankfurt am Main)
Herr Dr. Ulrich Kaffarnik Fondsmanagement & -handel
Dr. rer. Pol. seit 11.3.2019: Absolute Return
Herr Peter Schmitz Allgemeine Verwaltung
Dipl.-Volkswirt Compliance, Geldwäsche, Betrug
Interne Revision
Datenschutz, IT-Sicherheit, Auslagerung
Recht
Risikocontrolling
Qualitätsmanagement
Herr Thorsten Schrieber Fondsvertrieb
Bankbetriebswirt Marketing & Öffentlichkeitsarbeit
seit 1.12.2019: Niederlassung Frankfurt am Main

Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands auf 3.698 TEUR.

Der Gesamtbetrag der den Mitgliedern des Vorstands gewährten Kredite zum 31.12.2019 betrug 14 TEUR.

Aufsichtsrat

Herr Dr. Ralf Bethke, Vorsitzender

ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft, Kassel

Herr Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorsitzender

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, München

Herr Georg Geenen

Geschäftsführer der KaServ GmbH, Karlsruhe

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 165 TEUR (Vorjahr: 140 TEUR).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalbestand im Konzern (ohne Berücksichtigung der Vorstände bzw. Geschäftsführer) stellt sich wie folgt dar:

2019
Anzahl der Angestellten 133
davon weibliche Angestellte 45

Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt:

Kategorie TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 122
Andere Bestätigungsleistungen 93
Steuerberatungsleistungen 13
Sonstige Leistungen 7
Gesamt 235

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 2. Juli 2020 aufgestellt.

 

 

DJE Kapital AG

Der Vorstand

Dr. Jens Ehrhardt

Dr. Jan Ehrhardt

Dr. Ulrich Kaffarnik

Peter Schmitz

Thorsten Schrieber

Konzern-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2019

der DJE Kapital AG

Entwicklung der Anschaffungskosten

01.01.2019
EUR
Änderung der Währungsparitäten
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Reche und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.083.043,09 499,78 14.623,71 0,00 531.615,84
b) geleistete Anzahlungen 419.203,69 0,00 407.962,44 0,00 -531.615,84
6.502.246,78 499,78 422.586,15 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 10.454.235,39 0,00 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.573.060,17 8.485,87 275.005,96 117.310,28 0,00
Geleistete Anzahlungen 435.796,03 0,00 3.508.326,58 0,00 0,00
13.463.091,59 8.485,87 3.783.332,54 117.310,28 0,00
Summe Anlagevermögen 19.965.338,37 8.985,65 4.205.918,69 117.310,28 0,00
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Reche und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.629.782,42
b) geleistete Anzahlungen 295.550,29
6.925.332,71
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 10.454.235,39
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.739.241,72
Geleistete Anzahlungen 3.944.122,61
17.137.599,72
Summe Anlagevermögen 24.062.932,43
Entwicklung der Abschreibungen 01.01.2019
EUR
Änderung der Währungsparitäten
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Reche und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.302.275,10 396,70 579.601,07 0,00 5.882.272,87
b) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.302.275,10 396,70 579.601,07 0,00 5.882.272,87
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 1.410.496,67 0,00 229.073,00 0,00 1.639.569,67
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.538.023,58 5.530,91 357.820,00 107.587,28 1.793.787,21
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.948.520,25 5.530,91 586.893,00 107.587,28 3.433.356,88
Summe Anlagevermögen 8.250.795,35 5.927,61 1.166.494,07 107.587,28 9.315.629,75
Restbuchwerte
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Reche und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 747.509,55 780.767,99
b) geleistete Anzahlungen 295.550,29 419.203,69
1.043.059,84 1.199.971,68
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 8.814.665,72 9.043.738,72
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 945.454,51 1.035.036,58
Geleistete Anzahlungen 3.944.122,61 435.796,03
13.704.242,84 10.514.571,33
Summe Anlagevermögen 14.747.302,68 11.714.543,01

Bericht des Aufsichtsrats

DJE Kapital AG

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2019

Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung der DJE Kapital AG laufend überwacht und beratend begleitet. Hierzu haben wir uns vom Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen und durch zusätzliche schriftliche und mündliche Berichte über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichten lassen. Etwaige Plan- und/​oder Zielabweichungen wurden begründet. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt.

Im Berichtszeitraum fanden drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Hierbei haben wir uns mit dem Vorstand über die Geschäftslage der Gesellschaft, die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie, die Entwicklungschancen und Geschäftsrisiken sowie die Entwicklung der Tochtergesellschaften in Zürich und Luxemburg beraten. Über den aktuellen Stand des Vergütungssystems der Gesellschaft wurden wir informiert. Über die Tätigkeit der Internen Revision und der Compliancestelle im Geschäftsjahr 2018 haben uns die beiden Kontrolleinheiten Bericht erstattet. Über die Maßnahmen, die nach Satzung und/​oder Gesetz der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat entschieden.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2019

Allen Aufsichtsratsmitgliedern haben der vom Vorstand aufgestellte und fristgerecht vorgelegte Jahresabschluss der DJE Kapital AG, der Konzernabschluss und die jeweiligen Lageberichte für das Geschäftsjahr 2019, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Wirtschaftsprüfers rechtzeitig vorgelegen. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft.

Die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der DJE Kapital AG und den Konzernabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie die Lageberichte für die Muttergesellschaft und den Konzern zum 31. Dezember 2019 entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Hierzu berichtete der Wirtschaftsprüfer persönlich in der Sitzung des Aufsichtsrats am 06. Juli 2020.

Die Ergebnisse der Prüfungen hat der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Aktiengesetz den Jahresabschluss von Muttergesellschaft und Konzern und die jeweiligen Lageberichte sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und den Jahresabschluss der Muttergesellschaft und den Konzernabschluss gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Abs. 1 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.

Prüfung des Abhängigkeitsberichts 2019

Die Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, prüfte auch den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen („Abhängigkeitsbericht“). Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ebenfalls geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben.

Im Namen aller Mitglieder des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für den hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistung im Geschäftsjahr 2019.

 

Pullach, den 06. Juli 2020

Für den Aufsichtsrat

Dr. Ralf Bethke, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

der DJE Kapital AG

2019
TEUR
2018
TEUR
Konzernjahresergebnis 20.159 20.652
Im Konzernjahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Abschreibungen und Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (+/​-) 1.167 1.103
Wertberichtigungen auf Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 0 156
Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen (+/​-) 1.315 -68
Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/​Erträge (+/​-) -67 52
Gewinn/​Verlust aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens (-/​+) 7 13
Sonstige Anpassungen (Saldo) 15 -7
Zwischensumme 22.596 21.901
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Vorgänge
Zugänge Vermögenswerte/​Abgänge Verbindlichkeiten (-)
Abgänge Vermögenswerte/​Zugänge Verbindlichkeiten (+)
Forderungen an Kreditinstitute -495 96
Forderungen an Kunden -8.248 2.879
Wertpapiere der Liquiditätsreserve 2.088 -773
Andere Aktiva aus der laufenden Geschäftstätigkeit 29 97
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 413 -425
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -609 627
Andere Passiva aus der laufenden Geschäftstätigkeit 872 -333
Zinsaufwendungen/​Zinserträge (+/​-) 34 61
Aufwendungen/​Erträge aus außerordentlichen Posten (+/​-) 0 0
Ertragsteueraufwand/​-ertrag (+/​-) 7.717 6.405
Erhaltene Zinsen (+) 6 15
Gezahlte Zinsen (-) -20 -15
Auszahlungen aus außerordentlichen Posten (-) 0 0
Ertragsteuerzahlungen -5.185 -8.304
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 19.198 22.231
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3 10
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.783 -857
immaterielle Anlagevermögen -423 -533
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.203 -1.380
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens (-) -15.000 -26.000
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -15.000 -26.000
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -5 -5.149
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 43 37
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19.458 24.570
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 19.496 19.458

Berichtsprüfung

Text

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DJE Kapital AG, Pullach im Isartal

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DJE Kapital AG, Pullach im Isartal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der KonzernGewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DJE Kapital AG, Pullach im Isartal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 2. Juli 2020

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sabine Schwarz, Wirtschaftsprüferin

Lutz Knop, Wirtschaftsprüfer

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